Cashflow Report Juni 2026
Der Juni war einer der aktivsten Monate seit Beginn meiner Optionsstrategie.
Insgesamt habe ich 763 $ Options-Cashflow erzielt. Zusätzlich konnte ich durch den Verkauf meiner Datadog-Aktien weitere 300 $ Kursgewinn realisieren.
Außerdem habe ich mein Optionskonto weiter ausgebaut und 3.100 € auf Interactive Brokers überwiesen, was nach dem Währungsumtausch 3.522 $ entsprach. Jeder zusätzliche Dollar bringt mich meinem langfristigen Ziel näher: ausreichend Kapital aufzubauen, um künftig regelmäßig Optionen auf den SPY handeln zu können.
Gleichzeitig wurde mir wieder bewusst, welche Art von Trades am besten zu meiner Persönlichkeit passt.
Während Growth-Aktien wie Netflix oder IREN zwar hohe Prämien bieten, fühle ich mich mit breit gestreuten ETFs inzwischen deutlich wohler.
Genau deshalb werde ich mein Optionsdepot Schritt für Schritt stärker auf ETFs ausrichten.
Die Zahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| 💵 Options-Cashflow | 763 $ |
| 📈 Aktiengewinne | 300 $ |
| 💰 Dividenden | 0 $ |
| 📊 Optionen verkauft | 7 |
| ✅ Geschlossene Trades | 5 |
| 🔄 Gerollte Trades | 0 |
| 💳 Einzahlung | 3.522 $ |
Depotentwicklung
Der Depotwert entwickelte sich im Juni nahezu seitwärts.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Depotwert Anfang | 52.280 $ |
| Depotwert Ende | 51.956 $ |
| Veränderung | -324 $ (-0,62 %) |
Obwohl der Depotwert leicht niedriger notiert, konnte ich erneut einen starken Cashflow erzielen.
Das zeigt für mich einen der größten Vorteile der Wheel-Strategie:
Cashflow und Depotentwicklung sind nicht immer dasselbe.
Selbst in Seitwärtsphasen oder kleineren Rücksetzern lassen sich regelmäßig Prämien verdienen.
Meine Trades im Juni
Walmart
Der Monat begann mit einem Cash Secured Put auf Walmart.
Nach dem Kursrückgang bot sich eine attraktive Gelegenheit.
Bereits nach wenigen Tagen waren rund 94 % der möglichen Prämie verdient und ich habe den Trade vorzeitig geschlossen.
Gewinn: 98 $
Netflix
Auch auf meine eingebuchten Netflix-Aktien habe ich erneut Covered Calls verkauft.
Die Aktie bewegt sich weiterhin unter meinem Einstand, weshalb mein Fokus unverändert bleibt:
- Break-Even senken
- Prämien sammeln
- Geduldig bleiben
Nachdem über 80 % der möglichen Prämie verdient waren, habe ich den Covered Call zurückgekauft.
Gewinn: 75 $
Datadog
Im Juni konnte ich außerdem meine Datadog-Position mit einem Kursgewinn von 300 $ verkaufen.
Auch wenn der Trade letztendlich profitabel war, hat er mir erneut gezeigt, wie schnell sich Growth-Aktien bewegen können.
Die Position schwankte zwischenzeitlich erheblich und erforderte deutlich mehr Aufmerksamkeit als ein vergleichbarer ETF-Trade.
Genau solche Erfahrungen bestärken mich darin, den Anteil breit diversifizierter ETFs in meiner Wheel-Strategie künftig weiter auszubauen.
IWM
Der Russell 2000 ETF entwickelt sich langsam zu meinem Lieblingswert für die Wheel-Strategie.
Ich konnte einen ersten Cash Secured Put mit 146 $ Gewinn schließen und direkt einen neuen Trade eröffnen.
Genau solche Positionen entsprechen immer mehr meiner langfristigen Strategie:
- hohe Liquidität
- breite Diversifikation
- ruhigeres Risikoprofil
IREN
IREN war wieder einer der volatileren Trades.
Die hohe implizite Volatilität sorgte für attraktive Prämien und auch hier konnte ich den Trade bereits früh schließen.
Gewinn: 131 $
Coca-Cola
Auch meine Coca-Cola-Position arbeitet weiter für mich.
Im Juni konnte ich gleich zwei Covered Calls verkaufen und zusätzlich die Dividende mitnehmen.
Genau solche Positionen gefallen mir immer besser:
- langfristig halten
- Dividenden kassieren
- regelmäßig Covered Calls verkaufen
Erkenntnisse des Monats
Der Juni hat mir erneut gezeigt, dass erfolgreiches Options-Trading nicht nur aus Prämieneinnahmen besteht.
Meine größte Baustelle bleibt aktuell die Netflix-Position.
Obwohl ich bereits mehrere Covered Calls verkauft und den Break-Even kontinuierlich gesenkt habe, belastet die Position mein Depot derzeit immer noch mit einem Buchverlust von über 3.000 $.
Das Management dieser Position ist momentan allerdings nicht einfach.
Netflix befindet sich technisch in einem stark überverkauften Bereich, gleichzeitig stehen in wenigen Wochen die nächsten Quartalszahlen an. Beides erschwert die Entscheidung für neue Covered Calls.
Verkaufe ich einen Call mit einem niedrigen Strike, besteht bei einer kräftigen Erholung oder einer positiven Reaktion auf die Quartalszahlen das Risiko, die Aktien unter ihrem tatsächlichen Wert abgeben zu müssen.
Wähle ich dagegen einen höheren Strike, fällt die Prämie deutlich geringer aus.
Genau solche Situationen zeigen, dass Optionshandel nicht nur aus dem Verkaufen von Prämien besteht, sondern vor allem aus aktivem Positionsmanagement.
Natürlich gehört ein solcher Buchverlust beim Investieren dazu. Entscheidend ist jedoch, welche Schlüsse man daraus zieht.
Genau aus dieser Erfahrung heraus habe ich in den vergangenen Wochen zwei neue Werkzeuge für ProfitStocks entwickelt:
- ✅ eine ausführliche Trade-Checkliste, die ich vor jedem neuen Trade durchgehe
- 🚦 eine Aktien-Ampel, die überwacht, wie stark einzelne Positionen mein Depot belasten
Dabei habe ich für mich eine klare Regel definiert:
Keine einzelne Position soll mein Depot künftig mit mehr als 2 % des Depotwertes belasten.
Überschreitet eine Position diese Grenze, werde ich sie konsequent verkaufen – auch wenn das bedeutet, einen Verlust zu realisieren.
Mir ist inzwischen wichtiger geworden, das Gesamtrisiko meines Depots zu kontrollieren, als jede einzelne Position um jeden Preis retten zu wollen.
Ich bin überzeugt, dass genau dieses konsequente Risikomanagement langfristig wichtiger ist als der perfekte Einstieg oder die höchste Optionsprämie.
Denn am Ende entscheidet nicht der einzelne Trade über den Erfolg, sondern ein System, das auch in schwierigen Marktphasen funktioniert.
Ausblick auf Juli
Für die kommenden Wochen werde ich meinen Fokus noch stärker auf breit gestreute ETFs legen.
Der IWM hat sich für mich als hervorragender Basiswert für die Wheel-Strategie erwiesen und langfristig soll daraus der Übergang zum SPY erfolgen.
Bei Einzelaktien werde ich deutlich selektiver vorgehen und meine neue Trade-Checkliste konsequent anwenden.
Außerdem werde ich künftig konsequent auf meine neue 2-%-Regel achten. Keine einzelne Position soll mein Depot übermäßig belasten. Dieses Risikomanagement wird zukünftig ein fester Bestandteil meiner Strategie sein.
Mein Ziel bleibt unverändert:
Nicht möglichst viele Trades zu machen, sondern hochwertige Setups zu handeln und das Risiko jeder einzelnen Position konsequent zu begrenzen.
Fazit
Der Juni war insgesamt ein erfolgreicher Monat.
- 763 $ Options-Cashflow
- 300 $ realisierte Aktiengewinne
- 3.522 $ Kapitalaufbau für das Optionsdepot
- 7 neue Options-Trades
Noch wichtiger als die Zahlen ist für mich jedoch die Erkenntnis, wie sich meine Strategie weiterentwickelt.
Weniger Fokus auf hohe Prämien einzelner Growth-Aktien.
Mehr Fokus auf konsequentes Risikomanagement, breit gestreute ETFs und ein System, das langfristig funktioniert.
Mit der neuen Trade-Checkliste, der Aktien-Ampel und der 2-%-Regel habe ich dafür wichtige Grundlagen geschaffen.
Genau das soll ProfitStocks zeigen:
Nicht den perfekten Trade suchen.
Sondern kontinuierlich dazulernen, Fehler analysieren und ein Depot aufbauen, das auch schwierige Marktphasen übersteht.
Ich bin gespannt, wohin mich diese Reise in den kommenden Monaten noch führen wird.