Funktionsweise verstehen
Verkaufe keine Option, bevor du Ausübung, Zuteilung, Laufzeit und den möglichen Verlust nachvollziehen kannst.
Was Optionen genau sind, erkläre ich hier bewusst nicht im Detail – dafür gibt es bereits exzellente Bücher, die das viel besser machen als ich es könnte. Wenn dich das Thema interessiert, schau dir gerne die Empfehlungen unten an. So habe ich selbst den Einstieg gefunden.
Ausschlaggebend für meinen Einstieg in den Optionshandel war ein YouTube-Video, das mir vorgeschlagen wurde: Monatlicher Cashflow durch Optionen. Das klang alles recht einfach – fast zu schön, um wahr zu sein – und ich wurde neugierig.
Neben weiteren Videos habe ich nach und nach die unten aufgeführten Bücher gekauft und mehrmals gelesen. Ich wollte wirklich verstehen, ob und wie sich das Ganze in der Praxis umsetzen lässt.
Wichtig war für mich, ins Handeln zu kommen – und das Thema nicht wieder zur Seite zu legen, wie ich es in der Vergangenheit oft gemacht habe.
In vielen Videos wird der Einstieg Schritt für Schritt erklärt. Ich habe deshalb mein Depot bei Interactive Brokers eröffnet. Es hieß zwar, der Support sei nur auf Englisch verfügbar, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowohl die Webseite als auch die Software Trader Workstation komplett auf Deutsch nutzbar sind.
Die größte Hürde ist meiner Meinung nach das benötigte Kapital: Ein Optionskontrakt bezieht sich immer auf 100 Aktien. Wenn man also Cash Secured handeln möchte, braucht man ausreichend Kapital auf dem Konto, um die Aktien bei Ausübung auch tatsächlich kaufen zu können.
Passenderweise hatte ich gerade meine wahnsinnig unlukrative Lebensversicherung gekündigt, die mir über die letzten 20 Jahre sage und schreibe 0 % Rendite eingebracht hatte. Einen Teil des ausgezahlten Betrags habe ich als Startkapital für den Einstieg ins Optionsgeschäft verwendet.
Ich schaue regelmäßig bei Eichhorn Coaching vorbei, um mir Inspiration und Tipps für den Optionshandel zu holen – auf der Website und auf YouTube:
Ich habe mein Depot direkt bei Interactive Brokers (IBKR) eröffnet. Oft hört man auch von Anbietern wie CapTrader oder LYNX – diese basieren auf derselben technischen Plattform. Die Webseite von IBKR ist ebenfalls auf deutsch und die App TWS ist auch in deutscher Sprache.
Da viele der Bücher, die ich gelesen habe, konkret auf IBKR eingehen, war meine Entscheidung klar. Natürlich kann ich die Alternativen nicht beurteilen, aber ich bin mit IBKR bisher sehr zufrieden.
Die Tradingplattform „Trader Workstation“ wirkt anfangs etwas überfordernd – bietet aber extrem viele Möglichkeiten. Zum Einstieg empfehle ich den Paper-Trading-Modus, um risikofrei erste Trades zu üben.
*Das ist ein persönlicher Empfehlungslink. Auch hier gilt: Für dich entstehen keine Nachteile.
Bevor echtes Geld zum Einsatz kommt, sollten Funktionsweise, Kapitalbedarf und mögliche Verpflichtungen klar sein.
Verkaufe keine Option, bevor du Ausübung, Zuteilung, Laufzeit und den möglichen Verlust nachvollziehen kannst.
Ein Standard-Aktienoptionskontrakt umfasst meistens 100 Aktien. Bei einem Cash Secured Put solltest du den Kauf zum Ausübungspreis vollständig finanzieren können.
Handle möglichst nur Aktien, die du bei einer Zuteilung tatsächlich besitzen möchtest. Achte außerdem auf liquide Optionen und enge Geld-Brief-Spannen.
Für einen üblichen Covered Call benötigst du 100 Aktien je verkauftem Kontrakt. Bei einer Zuteilung musst du sie zum vereinbarten Ausübungspreis abgeben.
US-Optionen werden in USD abgerechnet. Prüfe deshalb deinen USD-Bestand und die Einstellungen zur Währungsumrechnung. Ein manueller Wechsel ist nicht bei jedem Konto zwingend erforderlich.
Übe Ordertypen, Rollen und Zuteilungen zunächst im Paper-Trading. Berücksichtige außerdem Provisionen, Marktdaten, Währungsumrechnung, Steuern und die erforderliche Handelsberechtigung.
Die passende Kontogröße hängt von Aktienkurs, Strategie und deinem persönlichen Risiko ab – nicht von einem pauschalen Mindestbetrag.
Meine konkreten Cash Secured Puts und Covered Calls dokumentiere ich mit Prämien und Ergebnissen. Die zusammengefasste Entwicklung findest du in meiner Optionshandel-Statistik und im monatlichen Cashflow aus Optionen und Dividenden.