MA30 – Warum der langfristige Trend für mich entscheidend ist

Bei ProfitStocks findest du für jede Aktie eine Bewertung des 30-Wochen-Durchschnitts (MA30).

Dabei wird nicht nur geprüft, ob der aktuelle Kurs über oder unter dem MA30 liegt, sondern auch, in welche Richtung sich der MA30 selbst bewegt.

Zusätzlich zeigt ProfitStocks das Datum der nächsten Quartalszahlen an. Dadurch sehe ich direkt, ob ein grundsätzlich interessanter Trade möglicherweise kurz vor den Earnings liegt und deshalb ein erhöhtes Risiko besitzt.

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In diesem Beispiel verläuft der MA30 (weiße Linie) deutlich steigend. Gleichzeitig notiert der Aktienkurs oberhalb des MA30. Genau nach solchen Konstellationen suche ich bevorzugt für neue Cash Secured Puts, da sie auf einen stabilen langfristigen Aufwärtstrend hindeuten.
Natürlich garantiert auch ein steigender MA30 keine weiter steigenden Kurse. Er hilft jedoch dabei, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, in Aktien mit einem intakten langfristigen Trend zu investieren.

Was ist der MA30?

Der 30-Wochen-Durchschnitt, kurz MA30, zeigt den durchschnittlichen Schlusskurs der vergangenen 30 Wochen.

Mit jeder neuen Woche kommt ein weiterer Schlusskurs hinzu, während der älteste Wert aus der Berechnung herausfällt. Dadurch bewegt sich der Durchschnitt langsam mit dem Aktienkurs und filtert einen großen Teil der kurzfristigen Schwankungen heraus.

Der MA30 eignet sich deshalb gut, um den langfristigen Trend einer Aktie zu erkennen.

Warum verwende ich den Wochenchart?

Kurzfristige Kursbewegungen können schnell einen falschen Eindruck vermitteln.

Eine Aktie kann innerhalb weniger Tage stark steigen, obwohl sie sich im langfristigen Wochenchart weiterhin in einem Abwärtstrend befindet. Umgekehrt kann ein kurzfristiger Rückgang lediglich eine normale Korrektur innerhalb eines stabilen Aufwärtstrends sein.

Deshalb orientiere ich mich bei meiner Aktienauswahl überwiegend am Wochenchart.

Der MA30 hilft mir dabei, das kurzfristige Marktrauschen auszublenden und mich auf den übergeordneten Trend zu konzentrieren.

Warum reicht der Abstand zum MA30 allein nicht aus?

Viele Anleger achten lediglich darauf, ob der aktuelle Aktienkurs über oder unter einem gleitenden Durchschnitt liegt.

Ein Kurs oberhalb des MA30 ist grundsätzlich positiv. Er bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich die Aktie bereits in einem stabilen Aufwärtstrend befindet.

Ein Beispiel:

Nach einem starken Kursrückgang kann sich eine Aktie kurzfristig erholen und über den MA30 steigen. Der Durchschnitt selbst kann aber weiterhin deutlich nach unten zeigen.

In diesem Fall liegt der Kurs zwar über dem MA30, der langfristige Trend ist jedoch noch nicht eindeutig positiv.

Deshalb bewertet mein Indikator zwei unterschiedliche Faktoren:

  1. Liegt der aktuelle Kurs über oder unter dem MA30?
  2. Ist der Gradient des MA30 steigend, neutral oder fallend?

Erst die Kombination beider Werte ergibt für mich ein aussagekräftiges Bild.

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Was bedeutet der Gradient?

Der Gradient beschreibt vereinfacht gesagt die Steigung des MA30.

Er zeigt, wie sich der gleitende Durchschnitt über einen bestimmten Zeitraum verändert:

  • Ein positiver Gradient bedeutet, dass der MA30 ansteigt.
  • Ein nahezu unveränderter Gradient deutet auf einen neutralen oder seitwärts verlaufenden Trend hin.
  • Ein negativer Gradient bedeutet, dass der MA30 fällt.

Dadurch kann der Trend objektiver beurteilt werden, als wenn ausschließlich der aktuelle Kurs betrachtet wird.

So bewertet ProfitStocks den MA30

🟢 Steigend

Der Kurs liegt über dem MA30 und der Gradient des MA30 ist positiv.

Das ist für mich die interessanteste Kombination. Sie zeigt, dass sich die Aktie bereits in einem langfristigen Aufwärtstrend befindet.

Solche Werte kommen bevorzugt für neue Cash Secured Puts oder andere bullische Strategien infrage.

🟡 Neutral

Der MA30 verläuft weitgehend seitwärts oder die Kombination aus Kursposition und Gradient ergibt noch kein eindeutiges Bild.

Die Aktie kann sich in einer Konsolidierung oder in einer Übergangsphase zwischen Aufwärts- und Abwärtstrend befinden.

Solche Werte beobachte ich zunächst weiter.

🔴 Fallend

Der MA30 zeigt nach unten oder der Kurs notiert unterhalb des langfristigen Durchschnitts.

Auch wenn die Aktie kurzfristig günstig erscheint oder bereits stark gefallen ist, besteht die Gefahr, gegen einen intakten Abwärtstrend zu handeln.

Neue bullische Positionen gehe ich in einer solchen Situation normalerweise nicht ein.

Warum ich zusätzlich die Earnings anzeige

Neben dem MA30 befindet sich in meiner Aktienübersicht das Datum der nächsten Quartalszahlen.

Das ist für meine Optionsstrategie besonders wichtig, da sich die Volatilität rund um die Earnings deutlich erhöhen kann.

Vor den Quartalszahlen sind Optionsprämien häufig besonders attraktiv. Gleichzeitig besteht aber das Risiko einer starken Kursbewegung, sobald das Unternehmen seine Zahlen veröffentlicht.

Eine Aktie kann technisch perfekt aussehen:

  • Der Kurs liegt über dem MA30.
  • Der MA30 steigt.
  • Das Momentum ist positiv.
  • Das Unternehmen erfüllt meine fundamentalen Anforderungen.

Liegen die Earnings jedoch nur wenige Tage entfernt, verändert sich die Risikobewertung des Trades erheblich.

Deshalb zeigt ProfitStocks nicht nur das genaue Datum an, sondern zusätzlich, wie viele Tage noch bis zur Veröffentlichung verbleiben.

So erkenne ich direkt, ob genügend Abstand zu den Quartalszahlen besteht oder ob ich den Trade besser verschiebe.

Ein guter Chart ist nicht automatisch ein guter Trade

Der MA30 kann einen stabilen Aufwärtstrend anzeigen. Trotzdem können bevorstehende Quartalszahlen einen Trade unnötig riskant machen.

Für meine Analyse benötige ich deshalb beide Informationen:

  • Wie sieht der langfristige Trend aus?
  • Wann veröffentlicht das Unternehmen die nächsten Zahlen?

Der MA30 hilft mir bei der Auswahl geeigneter Aktien. Die Earnings-Anzeige hilft mir bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts.

Der MA30 entscheidet nicht allein

Natürlich besteht eine Aktienanalyse nicht nur aus einem einzigen Indikator.

Zusätzlich berücksichtige ich unter anderem:

  • Umsatz- und Gewinnentwicklung
  • Relative Stärke
  • kurzfristiges Momentum
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch
  • Dividenden
  • Verschuldung und Cashflow
  • bevorstehende Quartalszahlen
  • weitere technische Indikatoren

Erst wenn möglichst viele Kriterien zusammenpassen, kommt eine Aktie für einen neuen Trade infrage.

Eine wichtige Lektion aus meinen bisherigen Trades

Eine der wichtigsten Erfahrungen meiner bisherigen Optionsgeschäfte ist, dass ein gutes Unternehmen nicht automatisch ein guter Trade ist.

Auch bekannte und profitable Unternehmen können sich über Monate in einem Abwärtstrend befinden. Wer in einer solchen Phase einen Cash Secured Put verkauft, erhält zwar eine Prämie, übernimmt aber gleichzeitig das Risiko, in eine weiter fallende Aktie eingebucht zu werden.

Der MA30 hilft mir dabei, solche Situationen früher zu erkennen.

Die Earnings-Anzeige erinnert mich zusätzlich daran, nicht nur auf eine attraktive Prämie zu schauen, sondern auch den Unternehmenskalender zu berücksichtigen.

Beide Informationen sind deshalb inzwischen fester Bestandteil meiner persönlichen Trading-Checkliste.

Fazit

Der MA30 ist kein perfekter Indikator und kann zukünftige Kursbewegungen nicht vorhersagen.

Er hilft mir jedoch dabei, den langfristigen Trend einer Aktie objektiver einzuschätzen.

Mein Indikator betrachtet dafür sowohl die Position des aktuellen Kurses als auch den Gradienten des MA30:

  • Kurs über dem MA30 und positiver Gradient: langfristiger Aufwärtstrend
  • Uneindeutige oder seitwärts verlaufende Entwicklung: zunächst beobachten
  • Kurs unter dem MA30 oder negativer Gradient: erhöhte Vorsicht

Zusätzlich zeigt ProfitStocks das Datum der nächsten Earnings und die verbleibenden Tage bis zur Veröffentlichung an.

Dadurch kann ich nicht nur erkennen, welche Aktie technisch interessant ist, sondern auch, ob der Zeitpunkt für einen neuen Trade geeignet ist.

Für meine persönliche Wheel-Strategie gehören ein steigender MA30 und ausreichend Abstand zu den Quartalszahlen inzwischen zu den wichtigsten Voraussetzungen für neue Positionen.