Cashflow-Report Oktober 2026
Der Oktober ist abgeschlossen. Mit einem realisierten Cashflow von 821,64 $ beziehungsweise 1,33 % auf den Kontostand zu Monatsbeginn konnte ich erneut einen positiven Monat verbuchen.
Allerdings zeigt sich diesmal auch die Kehrseite meiner Wheel-Strategie: Während die Optionsgeschäfte Gewinne einbrachten, haben meine eingebuchten Aktien erheblich an Wert verloren.
Die Zahlen im Überblick
Mein Kontostand zu Monatsbeginn betrug 61.753,83 $.
| Ergebnisbeitrag | Betrag |
|---|---|
| Optionsgewinne | 808,00 $ |
| Realisierte Aktiengewinne/-verluste | 0,00 $ |
| Dividenden brutto | 13,64 $ |
| Gesamter Cashflow | 821,64 $ |
| Monatswert | 1,33 % |
Im Oktober eröffnete ich drei Optionspositionen, ausschließlich Covered Calls. Neue Cash Secured Puts kamen nicht hinzu, da mein Kapital größtenteils durch eingebuchte Aktien gebunden war.
Meine Optionsgeschäfte
Alle drei Covered Calls wurden bis zum Monatsende abgeschlossen.
| Aktie | Strike | Prämie | Rückkauf | Gewinn |
|---|---|---|---|---|
| Alphabet (GOOGL) | 365 $ | 365 $ | 50 $ | 315 $ |
| Oracle (ORCL) | 145 $ | 420 $ | 0 $ | 420 $ |
| Netflix (NFLX) | 80 $ | 76 $ | 3 $ | 73 $ |
| Gesamt | 808 $ |
Die Covered Calls auf Alphabet und Netflix konnte ich vorzeitig mit Gewinn schließen. Der Oracle-Call verfiel wertlos.
Damit verlief der Optionshandel im Oktober durchaus erfolgreich.
Die Kehrseite: Erhebliche Buchverluste
Weniger erfreulich sieht es bei meinen Aktienpositionen aus.
Zum Monatsende beträgt mein Depotwert rund 55.009 $. Die unrealisierten Verluste meiner Aktienpositionen summieren sich auf 11.745 $.
| Aktie | Bereinigter Einstand | Aktienkurs | Buchgewinn/-verlust |
|---|---|---|---|
| Alphabet | 356,08 $ | 279,84 $ | -7.624 $ |
| Netflix | 101,39 $ | 62,08 $ | -3.931 $ |
| Oracle | 136,85 $ | 130,68 $ | -617 $ |
| Coca-Cola | 81,02 $ | 94,08 $ | +427 $ |
| Gesamt | -11.745 $ |
Die Einstiegspreise berücksichtigen bereits die vereinnahmten Optionsprämien.
Besonders Alphabet und Netflix belasten mein Depot. Netflix liegt inzwischen fast 39 % unter meinem bereinigten Einstandspreis.
Die Buchverluste sind allerdings nicht ausschließlich im Oktober entstanden.
Diese Zahlen zeigen deutlich: Ein positiver Cashflow bedeutet nicht automatisch eine positive Depotperformance.
Warum ich die Aktien weiterhin halte
Alphabet, Oracle und Netflix halte ich grundsätzlich für Qualitätsunternehmen mit langfristig guten Perspektiven.
Deshalb habe ich mich bislang gegen einen Verkauf entschieden und möchte weiterhin Covered Calls auf meine Positionen verkaufen.
Allerdings muss ich selbstkritisch feststellen, dass ich in der Vergangenheit nicht immer konsequent nach festen Ausstiegsregeln gehandelt habe.
Inzwischen habe ich meine Strategie deutlich konkretisiert:
- Nur Qualitätsunternehmen handeln.
- Einstieg nur bei steigendem MA30 im Wochenchart.
- Maximal 15 % des Depotkapitals pro Aktie einsetzen.
- Maximal 2 % Depotrisiko pro Position eingehen.
- Ausstiegsregeln konsequent einhalten.
Insbesondere der letzte Punkt bleibt für mich eine Herausforderung.
Meine bestehenden Aktienpositionen behandle ich derzeit bewusst als längerfristige Investments. Bei neuen Trades möchte ich meine Regeln dagegen konsequent anwenden.
Mein Fazit
Der Oktober hatte zwei völlig unterschiedliche Seiten.
Einerseits konnte ich mit lediglich drei Optionsgeschäften 808 $ Optionsgewinne erzielen. Zusammen mit den Dividenden ergibt sich ein realisierter Cashflow von 821,64 $.
Andererseits belasten erhebliche Buchverluste mein Depot.
Nach inzwischen mehr als einem Jahr Optionshandel wird mir immer deutlicher, dass nicht die Höhe der vereinnahmten Prämien entscheidend ist, sondern die langfristige Entwicklung des gesamten Depots.
Meine wichtigste Erkenntnis: Gute Unternehmen allein reichen nicht aus. Auch der Einstieg, die Positionsgröße und vor allem ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend.
Im November werde ich mich weiterhin auf die Verwaltung meiner bestehenden Aktienpositionen konzentrieren und geduldig auf neue Handelsmöglichkeiten warten.
Denn eines habe ich inzwischen gelernt: Man muss nicht ständig handeln, um langfristig erfolgreich zu sein.
Hinweis: Der Monatswert basiert auf dem realisierten Cashflow im Verhältnis zum Kontostand zu Monatsbeginn. Unrealisierte Kursveränderungen sind darin nicht enthalten. Die ausgewiesenen Buchgewinne und -verluste berücksichtigen die in meiner Positionsübersicht erfassten Optionsprämien. Gebühren und Steuern sind nur berücksichtigt, soweit sie bereits in den Ergebnissen enthalten sind.
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