Mehr Prämie, weniger Aufwand: Die 30-Tage-CSP-Strategie im Test
Manchmal liest man ein Buch und denkt: das klingt nach einem Ansatz, den ich ausprobieren will. So ging es mir kürzlich mit „Optionen unschlagbar handeln" von Eric Ludwig.
Was steckt dahinter?
Ludwig verfolgt eine klare, überschaubare Strategie:
- Laufzeit: 30 Tage pro Trade
- Instrument: Cash-Secured Puts (CSPs)
- Basiswerte: ausschließlich profitable, solide Unternehmen
- Strike: am Geld – also nah am aktuellen Kurs
- Management: 5 Tage vor Ablauf den Trade prüfen und bei Bedarf rollen
Die Idee ist simpel: man konzentriert sich auf einen klar definierten Zeitraum, wählt qualitativ hochwertige Aktien, kassiert eine ordentliche Prämie – und schaut dann erst wieder fünf Tage vor Verfall rein.
Mein bisheriger Ansatz
Bisher habe ich CSPs mit einer Laufzeit von nur 10 Tagen verkauft. Das hat funktioniert, hatte aber zwei spürbare Nachteile:
Erstens die Prämie. Bei kurzen Laufzeiten ist sie oft enttäuschend niedrig. Man macht mehr Trades für weniger Ertrag.
Zweitens der Zeitaufwand. 10 Tage sind schnell vorbei – und plötzlich sitzt man wieder am Rechner und muss sich um die nächste Position kümmern. Das Ganze wird schneller zur Arbeit als gedacht.
Warum mich der 30-Tage-Ansatz überzeugt
Längere Laufzeiten lösen beide Probleme auf einmal. Die Prämien sind deutlich attraktiver, weil mehr Zeitwert im Preis steckt. Und das wöchentliche Micromanagement fällt weg – einmal aufsetzen, fünf Tage vor Ablauf nochmal hinschauen, fertig.
Das passt auch besser zu dem, wie ich eigentlich investieren will: durchdacht, nicht hektisch.
Was kommt als nächstes?
Ich plane, diesen Ansatz zum Ende des Jahres in der Praxis zu testen. Konkret: CSPs auf profitable Unternehmen, Laufzeit 30 Tage, Strike am Geld. Wie das läuft – und ob Ludwigs Theorie in der Praxis hält, was sie verspricht – werde ich hier berichten.