Covered Calls auf Apple – warum der Plan nicht aufging

Nachdem meine ersten Cash-Secured Puts liefen, wollte ich die nächste Stufe der Wheel-Strategie angehen: Covered Calls auf Apple. Die Idee klang simpel – die Umsetzung hatte dann aber eine unerwartete Tücke.

Der Plan

Bei Comdirect liegen 109 Apple-Aktien, die sich über die Jahre durch Käufe und Aktiensplits angesammelt haben. Für Covered Calls braucht man mindestens 100 Aktien als Grundlage – die Voraussetzung war also erfüllt.

Mein Vorhaben: 100 dieser Aktien zu Interactive Brokers übertragen, dort Covered Calls verkaufen und so die monatlichen Prämieneinnahmen steigern.


Der Übertrag – reibungslos

Der technische Prozess war einfacher als erwartet:

  • Bei Interactive Brokers im Portal den anstehenden Übertrag ankündigen
  • Den Übertrag bei Comdirect auf der Homepage beauftragen
  • Warten
    Nach etwa zwei Wochen waren die 100 Aktien bei Interactive Brokers sichtbar. Soweit so gut – dachte ich.

Die Ernüchterung: APC statt AAPL

Beim Blick ins Depot fiel mir sofort auf, dass die Aktien nicht unter dem gewohnten Kürzel AAPL geführt werden, sondern unter APC.

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Der Grund: Meine Apple-Aktien bei Comdirect werden in Euro geführt – es handelt sich also um die an deutschen Börsen gehandelte Variante, nicht um die US-amerikanische AAPL-Aktie. Und genau das ist das Problem: Auf diese Euro-Aktien lassen sich bei Interactive Brokers keine Optionen handeln. Covered Calls sind damit nicht möglich.


Wie geht es weiter?

Ich habe jetzt zwei Optionen – Ironie beabsichtigt:

Option 1: Ich prüfe, ob sich die Euro-Aktien in die US-amerikanische AAPL umtauschen lassen. Das würde das ursprüngliche Ziel retten.

Option 2: Falls das nicht möglich ist, übertrage ich die Aktien zurück zu Comdirect. Bei Interactive Brokers bringen sie mir ohne Optionshandel keinen Mehrwert – und ich will mir nicht unnötig Arbeit mit der Versteuerung der Dividenden ins Haus holen.


Das Fazit für alle, die Ähnliches planen

Wer Aktien aus einem deutschen Depot zu Interactive Brokers übertragen will, um darauf Optionen zu handeln, sollte vorher prüfen, in welcher Währung und an welcher Börse die Aktien geführt werden. Euro-Aktien und US-Aktien sind – auch beim selben Unternehmen – zwei verschiedene Dinge. Ein kleiner Check im Vorfeld spart zwei Wochen Wartezeit und eine Menge Erwartungsmanagement.


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