🚦 Meine Markt-Ampel: Warum fallende Kurse nicht automatisch ein Crash sind

Vor kurzem habe ich ein interessantes Video von Jens Rabe gesehen:

„SOFORT UMSETZBAR: Aktien handeln und gut schlafen dabei“
Jens Rabe
(YouTube-Kanal mit über 360.000 Abonnenten)

In dem Video ging es um ein Thema, das wahrscheinlich jeder Anleger kennt:

Die Angst vor dem nächsten Börsencrash.

Wenn die Börse fällt, passiert meistens immer das Gleiche:

Die Schlagzeilen werden dramatischer.

📉 „Milliarden vernichtet“
📉 „Crash-Gefahr steigt“
📉 „Ist das der Anfang vom Ende?“

Gerade als Privatanleger ist es dann schwer, ruhig zu bleiben.

Die zentrale Aussage des Videos hat mich zum Nachdenken gebracht:

Nicht jeder Rückgang ist ein Crash.

Viele Schwankungen sind ein ganz normaler Bestandteil des Aktienmarktes.

Aus dieser Idee heraus habe ich auf ProfitStocks.de eine Markt-Ampel integriert.

Nicht um den nächsten Crash vorherzusagen – das kann niemand.

Sondern um die aktuelle Marktsituation historisch einzuordnen.


📊 Rückgänge gehören zum Aktienmarkt dazu

Viele Anleger verbinden fallende Kurse sofort mit einer Krise.

Ein Blick in die Historie zeigt aber ein anderes Bild.

Seit 1928 gab es im S&P 500 regelmäßig Rückgänge innerhalb eines Jahres:

  • 📉 -5 % Rückgänge passieren fast jedes Jahr
  • 📉 -10 % Korrekturen sind völlig normal
  • 📉 -20 % Bärenmärkte kommen etwa alle paar Jahre vor
  • 📉 Große Crashs von -40 % oder mehr sind dagegen selten

Das bedeutet:

Eine fallende Börse ist nicht die Ausnahme.

Sie ist ein normaler Bestandteil des Investierens.


🧠 Das größte Risiko ist oft nicht der Markt

Das eigentliche Problem sind häufig nicht die Kursverluste selbst.

Sondern unsere Reaktion darauf.

Bei steigenden Kursen wollen alle investieren.

Bei fallenden Kursen bekommen viele Angst und verkaufen.

Dabei entstehen langfristig oft genau hier die besten Chancen.

Der Markt schwankt kurzfristig.

Langfristig zählen:

✔️ Unternehmensgewinne
✔️ Wachstum
✔️ Geduld
✔️ ein funktionierendes System


🚦 Was zeigt meine Markt-Ampel?

Die Ampel vergleicht den aktuellen Stand des Marktes mit seinem letzten Hoch.

Beispiel:

Stand der S&P 500 bei 6.000 Punkten und fällt auf 5.400 Punkte, entspricht das einem Rückgang von:

-10 % vom Hoch

Die Ampel hilft mir einzuschätzen:

🟢 Normaler Marktbereich
→ langfristig investieren, Strategie weiterführen

🟡 Korrekturphase
→ genauer hinschauen, mögliche Chancen suchen

🔴 Stärkerer Rückgang
→ historisch oft interessante Einstiegsphasen



📊 Wie häufig fallen die Märkte wirklich?

Wenn der Markt einige Prozent verliert, fühlt es sich oft außergewöhnlich an.

Historische Daten des S&P 500 seit 1928 zeigen aber:

Korrekturen sind kein Fehler des Systems – sie sind Teil des Systems.

Rückgang vom Hoch im JahrAnteil der JahrePassiert durchschnittlich
📉 -1 %100 %jedes Jahr
📉 -5 %94 %ca. alle 1,1 Jahre
📉 -10 %63 %ca. alle 1,6 Jahre
📉 -15 %40 %ca. alle 2,5 Jahre
📉 -20 %26 %ca. alle 4 Jahre
📉 -25 %20 %ca. alle 5 Jahre
📉 -30 %10 %ca. alle 10 Jahre
📉 -40 %6 %ca. alle 16 Jahre
📉 -50 %2 %ca. alle 49 Jahre

Quelle: Auswertung von Charlie Bilello – S&P 500 Intra-Year Declines (1928–2025)


Was bedeutet diese Tabelle?

Ein Rückgang von 10 % fühlt sich unangenehm an, ist historisch aber eher Normalität.

Selbst ein Rückgang von 20 %, also ein offizieller Bärenmarkt, ist nichts Einmaliges.

Der entscheidende Punkt:

Die Frage ist nicht:

"Wie verhindere ich jeden Rückgang?"

Sondern:

"Habe ich einen Plan, wenn der Rückgang kommt?"

Genau deshalb habe ich die Markt-Ampel gebaut.

Sie soll mir helfen, aktuelle Bewegungen einzuordnen und nicht aus Emotion heraus zu handeln.


💡 Warum mir diese Information beim Investieren hilft

Früher war Investieren für mich hauptsächlich:

Aktie kaufen → warten → hoffen

Heute möchte ich Entscheidungen stärker anhand von Daten treffen.

Ich investiere langfristig über ETFs, nutze Dividendenwerte und handle zusätzlich Optionen.

Gerade bei Cash Secured Puts ist die Marktphase interessant.

Denn fallende Kurse bedeuten:

✔️ höhere Volatilität
✔️ höhere Optionsprämien
✔️ bessere Einstiegsmöglichkeiten

Natürlich gibt es keine Garantie.

Auch ein Markt, der 20 % gefallen ist, kann weiter fallen.

Aber historische Wahrscheinlichkeiten helfen, Emotionen besser einzuordnen.


📌 Mein Fazit

Crashs fühlen sich immer außergewöhnlich an.

Die Geschichte zeigt aber:

Korrekturen gehören dazu.

Der Unterschied erfolgreicher Anleger liegt häufig nicht darin, jeden Rückgang vorherzusagen.

Sondern vorbereitet zu sein, wenn er kommt.

Meine Markt-Ampel soll mir genau dabei helfen:

Weniger Emotion.

Mehr Statistik.

Mehr System.

🚦📈